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Zur Geschichte der Juden im niederschlesischen Grünberg

Ruth Henning / Ewa Czerwiakowski

Seit mehreren Jahren befasst sich Andrzej Kirmiel, Geschichtslehrer aus Zielona Góra, ehemals Grünberg, mit der Geschichte der Juden in der Stadt und der Umgebung sowie mit den wenigen noch vorhandenen Spuren jüdischen Lebens.

Er hat die Stiftung Lubuska Fundacja Judaica gegründet und organisiert jährlich Jüdische Kulturtage. Wir kooperieren bereits seit längerer Zeit mit ihm. Andrzej Kirmiel nahm an unserer Konferenz "Was ist Heimat?" im Collegium Polonicum in Słubice (November 2006) sowie am Workshop "Jüdische Spuren in der deutsch-polnischen Grenzregion" in Groß Neuendorf (Juni 2007) teil und berichtete über seine Arbeit.

Am 9. November 1938 wurde die Grünberger Synagoge in Brand gesteckt und sie brannte vollständig ab. Zum 70. Jahrestag dieses Geschehens plant die Stiftung eine besondere Veranstaltung: ein Konzert des deutsch-polnischen Jugendorchesters in der Philharmonie, die sich heute am ehemaligen Standort der Synagoge befindet, die Enthüllung eines Gedenksteins und eine kleine Tagung zum Thema. Kirmiel fehlen aber noch ausreichende Materialien, Bilder, Erinnerungsberichte, geschichtliche Abhandlungen (auch zur jüdischen Geschichte in Niederschlesien mit Ausnahme von Breslau). Er wäre für alle Hinweise und Vorschläge dankbar.

Wir möchten Sie zu Ihrer Information auf zwei Artikel von Dietrich Schröder (MOZ) aufmerksam machen, die sich mit Kirmiels Aktivitäten befassen:

  1. Dietrich Schröder: Erste Sabbat-Feier nach 75 Jahren
  2. Dietrich Schröder: Die wiedergefundene Thora

Kontakt

ruth.henning@dpg-brandenburg.de / ewa.czerwiakowski@t-online.de